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Kongress Bildung und BetreuungStuttgart 18./19.10.2010 Haus der Wirtschaft Forum für Unternehmen, öffentliche Hand, Träger | |||
![]() Rede Waltraud Weegmann, Konzept-e Laudatio, 1. Preis, Sternschnuppe Laudatio, 1. Preis, Zwergennest | Laudatio, 1. Preis, SternschnuppeInvest in Future Award 2009, 1. Preis, Sternschnuppe, CremlingenLaudatio durch Volker Blum, Dusyma GmbHSehr geehrte Frau Weegmann, sehr geehrter Herr Ministerialdirektor Halder, sehr geehrte Preisträgerinnen und Preisträger des Invest in Future Award 2009, guten Abend meine Damen und Herren, Was brauchen kleine Babys, die liegen? Was möchten sie erforschen, wenn sie krabbeln können? Und welche Herausforderungen bieten wir ihnen, wenn sie beginnen zu laufen? - Und damit hören die Fragen ja nicht auf. Wohin können sich die Kinder zurückziehen? Wo finden sie Plätze, um ungestört mit anderen erste Rollenspiele auszuprobieren? - Auf alle diese Fragen fanden Catrin Brenner und Julia Dogan aus der Krippe Sternschnuppe in Cremlingen bei Braunschweig eine überzeugende Antwort: Sie ließen hölzerne Spiel- und Bewegungselemente mit unterschiedlichen Ebenen anfertigen, die jeweils den zentralen Gruppenraum jeder der insgesamt vier Krippen-Gruppen dominieren. 60 Kinder im Alter zwischen acht Wochen und drei Jahren besuchen die ganztags geöffnete Sternschnuppe. Die Jüngsten, die noch nicht laufen können, haben einen Raum ganz für sich. Das Spiel- und Bewegungselement dort entspricht genau ihren Bedürfnissen. Es animiert sie, sich auf unterschiedlichen Oberflächen zu bewegen, zu spüren, wie sich das Material anfühlt und wie es aussieht: flauschig, hart oder rau, kalt oder warm, hell oder dunkel, matt, glänzend oder gar spiegelnd? Es ermöglicht ihnen - Schritt für Schritt - Erfahrungen zu machen mit schiefen Ebenen, mit kleinen Podesten und Stufen, mit Tunneln und Nischen. Kinder die dieses Bewegungspodest beherrschen, wechseln in eine der Kleinkindgruppen. Dort finden sie ein Erlebnis- und Bewegungselement vor, das mit unterschiedlichen Treppen und Leitern mit Gucklöchern, Spiel- und Rückzugsecken neue Möglichkeiten und Herausforderungen bietet. Auch das Materialangebot überzeugte die Jury: Den Kindern stehen drinnen wie draußen verschiedenste Natur-, Montessori-Materialien und Alltagsgegenstände wie Töpfe und Kochlöffel zur Verfügung. Mit Bohnen oder Mais befüllte Plastikflaschen laden zum Hantieren und Musik-Machen ein. Beim Aufräumen und zur Orientierung hilft, dass alle Aufbewahrungsbehältnisse mit einem kleinen Bild versehen sind, das anzeigt, was dort rein gehört. Die Kita-Raum-Experten Angelika von der Beek und Matthias Buck, die die Kita zusammen mit den Fachkräften gestalteten, achteten auf ein stimmiges Gesamtkonzept und bezogen neben dem Mobiliar, Farbe, Licht und Akustik in die Gestaltung ein. Große Fenster auf Kinderaugenhöhe lassen viel Helligkeit in die Räume, denen - je nach Nutzung - ein Farbklang zugeordnet ist: grün zum Bewegen und Erforschen, rot und gelb fürs künstlerische Gestalten im Atelier sowie blau-lila in den Schlafräumen. Lampen mit unterschiedlicher Licht- und Farbwirkung tragen ebenfalls erheblich zu der gemütlichen, liebevollen Atmosphäre bei, die die Kita Sternschnuppe auszeichnet. Ich freue mich, jetzt dieser ganz besonderen Krippe einen ganz besonderen - nämlich einen der beiden ersten - Invest in Future Awards 2009 überreichen zu dürfen. |