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Kongress Bildung und BetreuungStuttgart 18./19.10.2010 Haus der Wirtschaft Forum für Unternehmen, öffentliche Hand, Träger | |||
![]() Rede Waltraud Weegmann, Konzept-e Laudatio, 1. Preis, Sternschnuppe Laudatio, 1. Preis, Zwergennest | Laudatio, 1. Preis, ZwergennestInvest in Future Award 2009, 1. Preis, Zwergennest, HüllhorstLaudatio durch Carola Kammerlander, Konzept-eSehr geehrter Herr Ministerialdirektor Halder, sehr geehrte Preisträgerinnen und Preisträger des Invest in Future Award 2009, guten Abend meine Damen und Herren, Stellen Sie sich ein altes Fachwerkbauernhaus vor mit einer großen Scheune, die zur Kindertagesstätte umgebaut wurde. Ein riesiges Freigelände umgibt das Haus: Es bietet Büsche und Bäume zum Klettern, Verstecken und Erkunden sowie vielfältig gestaltete, anregungsreiche Funktionsbereiche. Dieses Kinderparadies heißt "Zwergennest" und befindet sich in Hüllhorst, einer Gemeinde zwischen Minden und Bielefeld. 32 Kinder zwischen vier Monaten und sechs Jahren werden dort betreut. 14 von ihnen sind Krippenkinder. Drinnen haben die Jüngsten einen altersgerecht gestalteten "Nestraum" der ihnen vorbehalten ist. Von dort aus erkunden sie Schritt für Schritt, gemeinsam mit ihrer Bezugserzieherin Haus und Garten. Das "Zwergennest" beherbergt nämlich zwei weitere Gruppen. Jede davon hat einen "Ort für Worte", einen Raum, in dem sich die Gruppen zu Besprechungen oder zum Essen trifft und der in den Bring- bzw. Abholzeiten Treffpunkt für Kinder und Eltern ist. Ansonsten gibt es offene Funktionsräume, für die jeweils eine Fachkraft zuständig ist: Das sind ein Rollenspielraum mit Kinderküche, ein Architektenzimmer zum Bauen, ein Atelier mit Nass- und Trockenbereich, ein Medienraum mit vielen Büchern und ein Bad mit großer Waschrinne. Die Funktionsräume bieten neben spezifischen Materialien zu den jeweiligen Sachthemen auch immer Elemente die speziell auf die Jüngsten zugeschnitten sind. Im kürbisorange gestrichenen Architektenzimmer finden sich zum Beispiel neben Baumaterialien, wie großen, gestalteten Pappkartonbausteinen, neben einer Leseecke mit Fachbüchern, einer Schreibwerkstatt, um Baupläne festzuhalten, sowie Requisitenboxen zu Themen wie Eisenbahn, Bauernhof oder Indianer, für die jüngeren Kinder auch ein Karussell, eine Sinneswanne mit Kastanien und eine Weidenmuschel als Rückzugsort. Draußen im Freien setzt sich das Konzept fort. Auch hier gibt es Funktionsbereiche. Zum Beispiel eine Einkaufspassage. Die Kinder fahren mit Rollern und Dreirädern zu den Läden. Je nach Spielidee verwandeln sie sich dann in Arztpraxen oder Tankstellen. Die Krippenkinder folgen aufmerksam den vielfältigen, spannenden Ideen der Älteren oder übernehmen die Rolle des Babys, das zum Arzt muss. Auf jede Fall profitieren sie von vielen Anregungen. Auch die Werkstatt mit vorgelagertem Bauplatz und der Ton- und Maltisch im Garten werden vornehmlich von den Größeren genutzt. Die Kleinen sitzen statt dessen am Boden und experimentieren dort mit Farbe und Ton. Über das Kinderparadies "Zwergennest" ließe sich noch viel sagen. Daher lege ich Ihnen den Vortrag, den Frau Lankes-Dickler, die Leiterin der Einrichtung, morgen halten wird, besonders ans Herz. Jetzt freue ich mich Ihnen für Ihre wunderbare Einrichtung, die uns auch aufgrund ihrer konzentrierten Lernwerkstatt-Atmosphäre sehr überzeugte, einen der beiden ersten Preise des diesjährigen "Invest in Future"-Award zu übergeben. |