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Kongress Bildung und BetreuungStuttgart 18./19.10.2010 Haus der Wirtschaft Forum für Unternehmen, öffentliche Hand, Träger | |||
![]() Rede Waltraud Weegmann, Konzept-e Laudatio, 1. Preis, Sternschnuppe Laudatio, 1. Preis, Zwergennest | Laudatio, 3. Preis, OstereschInvest in Future Award 2009, 3. Preis, Osteresch, HamburgLaudatio durch Margret Wittig-Terhardt, KiND e.V. DachverbandSehr geehrter Herr Ministerialdirektor Halder, sehr geehrte Frau Weegmann, sehr geehrte Preisträgerinnen und Preisträger des Invest in Future Award 2009, guten Abend meine Damen und Herren, Im Hamburger Stadtteil Flottbek verwandelte eine Elterninitiative ein schmuckes, älteres Zweifamilienhaus mit großem Garten in das Kinderhaus "Osteresch". Sie benannten es nach der Straße, in der es liegt. Sechs Pädagoginnen betreuen dort heute ganztags insgesamt 40 Kinder zwischen ein und sechs Jahren, darunter bis zu 14 Krippenkinder. Im Verlauf der letzten drei Jahre erhielt die Kita zusammen mit einem neuen pädagogischen Konzept auch neu gestaltete Räume. Jetzt nennen die Krippenkinder, die im Hochparterre untergebracht sind, neben dem Basisraum, der dem Bauen und Gestalten vorbehalten ist, einen Spiel- und Bewegungsraum sowie ein kleines Atelier ihr eigen. Außerdem nutzen sie - gemeinsam mit den drei- bis sechsjährigen "Großen", die im 1. Stock residieren - ein "Kinderrestaurant", das auch als morgentlicher Treffpunkt dient. Im Bewegungsraum fällt ein altersgemäßes Bewegungselement mit vielen Kletter- und Rückzugsmöglichkeiten auf mehreren Ebenen auf. Neben Bewegungserlebnissen bietet es auch Material- und Tasterfahrungen sowie neue Perspektiven auf den Raum. Ein Balkensystem unter der Decke macht das bedarfsgerechte Einhängen von Schaukelelementen, zum Beispiel von Hängematten, möglich. Im Flur gibt es eine Fühlwand. Röhren mit kleinen Öffnungen laden zum Reingreifen ein: Was mag sich darin verbergen? Nüsse, Blätter oder vielleicht ein Teelöffel? Die Herausforderung bei der Gestaltung der Einrichtung lag sicherlich an der vorgegebenen Raumstruktur, die auch Kompromisse nötig machte. So liegt die Garderobe für alle Kinder im Haus zum Beispiel im Keller und im Krippenbereich gibt es kein eigenes Bad. Eine Wickelkommode mit Treppenaufgang steht im Basis- bzw. Bauraum, eine Waschrinne im Atelier. Um die kleinen Fenster auszugleichen, erhielten die Zimmer gelbe Wände. So wirken sie hell und sonnig. Die überschaubaren Räume haben indes auch Vorteile: Sie vermitteln kleinen Kindern die nötige Geborgenheit und sorgen dafür, dass immer eine Fachkraft in Blickweite ist. Neben der Idee, für die Kleinsten eigene Funktionsräume zu gestalten, nahm auch der naturnahe Außenbereich mit Erdhügel die Jury für das Kinderhaus Osteresch ein. Viele Verstecke bieten sich den Kindern dort im Grünen. Alltagsmaterialien wie Flaschen, Trichter, Schöpfkellen und Becher sowie viele Steine unterschiedlicher Größe laden zum Spielen, Bauen und Ausprobieren ein. Wasser kommt aus einem Gartenschlauch oder dem Wasserhahn und sammelt sich am Boden zu Pfützen, die zum Matschen animieren. Das "Osteresch"-Team um Julia Tiedeken hat noch viele weitere gute Ideen für die Ausgestaltung des Kinderhauses, die sich bislang aus finanziellen Gründen nicht realisieren ließen. Ich freue mich daher besonders Ihnen, Frau Tiedeken, den dritten, mit 1.000 Euro dotierten Invest in Future Award zu überreichen und hoffe, dass Sie damit einige dieser Ideen in die Tat umsetzen können. |